Die Verwundbarkeit der geopolitischen Umgebung formt die globalen Migrationsmuster neu. Angesichts der aktuellen Unsicherheiten wenden sich Individuen von "passivem Ertragen" zu "aktivem Hedging". Migration ist im Wesentlichen eine Neuzuordnung von Lebensvermögen. In diesem Zyklus der Mobilität hat sich der Fokus des Marktes von reinem "Wachstumspotenzial" hin zu "Defensivität" verschoben. Regionen mit kontrollierbaren geopolitischen Risikofaktoren und starker Resilienz in den Bereichen Gesundheit und Rechtsstaatlichkeit werden zunehmend zu bevorzugten "defensiven Vermögenswerten". Die Bewertungsdimensionen sind eigentlich sehr klar: Ist die Resilienz der lokalen Infrastruktur ausreichend, um die Abwärtsrisiken, die durch makroökonomische Schwankungen entstehen, abzufedern? Egal, wo man sich entscheidet, das Ziel der Migration ist nicht, einen sogenannten perfekten sicheren Hafen zu finden, sondern sicherzustellen, dass man im Falle extremer Schwankungen weiterhin eine relative Freiheit hat, persönliche Vermögenswerte und das Leben zu verwalten. In diesem Zyklus ist die geografische Mobilität an sich bereits ein Kernvermögen.