In seiner Antwort auf die Gewährung eines Fed-Masterkontos an Kraken wiederholt das Bank Policy Institute die Lüge, die mittlerweile zentral für die Kampagne der Bankenbranche gegen Wettbewerb und Verbraucherwahl geworden ist: Unversicherte Einlageneinrichtungen, wie SPDIs, stellen wesentlich größere Risiken für das Zahlungssystem dar als versicherte Einlageneinrichtungen, da diese Institutionen einem weit weniger strengen regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Rahmen unterliegen. Das ähnelt der irreführenden Vorstellung, die diese Woche von Jamie Dimon propagiert wurde, dass jeder, der Erträge ausgeben möchte, genauso reguliert werden sollte wie eine hochverschuldete Bank. Das ist alles verkehrt. Verschuldete Banken sind nicht sicher, weil sie hochreguliert sind und (einige) Einlagensicherung bieten. Sie sind hochreguliert und benötigen Einlagensicherung, weil sie von Natur aus gefährlich sind. Als Beweis seien die Billionen von Dollar genannt, die sie in meinem Leben für Rettungsaktionen benötigt haben, um einen systemischen Zusammenbruch abzuwenden. Ich bin fast beeindruckt von der Dreistigkeit dieser Umkehrung. Aber ich bin nicht überrascht, denn an Krypto zu glauben, bedeutet, an Anreize zu glauben, und die Bankenbranche hat hier Hunderte von Milliarden an geschützten Gewinnen und Billionen an zukünftigen Rettungsaktionen auf dem Spiel.